Hier die vier "Träger" des Wolfram-von-Eschenbach-Kulturförderpreises der Regierung von Mittelfranken!

 

Heymo Hirschmann


Der von Kindheit an überaus ausgeprägte Spieltrieb führt zu ausgeprägten Kenntnissen auf Schlagzeug, Klarinette und später dem Saxophon.

Der Versuch einer Infiltration durch allgegenwärtige "flute a bec"-tisten und "flute a bec"-tistinnen wird erfolgreich abgewendet.

Ein noch am "Meistersinger-Konservatorium der Stadt Nürnberg" durchlittenes Saxophonstudium bei Günter Priesner endet mit der Berufsbezeichnung Diplommusiklehrer für klassisches Saxophon" (zusätzliche Qualifikationen wie z.B. "Gipskartonspezialist" u.a. werden leider nicht erfolgreich vermarktet).

Die Arbeit als freier Saxophonist, Saxophon- und Klarinettenlehrer sowie Komponist führen - trotz konservativer Haltung und ausschließlicher Ausführung musikalischer Arbeit in den Stilistiken Klassik, Avantgarde, Fusion, Softrock, Jazzrock, Mediumrock, Hardrock, Bluesrock, Faltenrock, Hip-hop, Trip-hop, Bebob, Skibob, House, Tekkno, Schlager, Blues, Acidjazz, Volksmusik, Soul, Funk, Grunge, Latin R´n B, R´n´Roll (und natürlich allen Kombinationen daraus) - zur Tätigkeit eines Big-Band-Leiters und eines Dirigenten klassischer Musik, zu Konzerten sowie Rundfunkaufnahmen als Solist und Ensemblemusiker im In- uns Ausland und zur Verwirklichung verschiedener Studioprojekte im eigenen digitalen Tonstudio.

Der peinliche Umstand des Zusammentreffens mit den anderen "fiascosen" ergab sich wie folgt:

 

 

Günter Priesner


Nach umfangreichen und mühsamen Studien, noch vor der Schulzeit erste (aus dem Gedächtnis gestrichene, aber durch den engeren und weiteren Bekanntenkreis verbürgte) solistische Auftritte auf der "flute a bec".

Die drei Jahre andauernden - und elterlicherseits erzwungenen - Bemühungen auf dem Akkordeon führten - wohl auf Grund der doch eher seichten Literatur - fast zu einem Abbruch der musikalischen Karriere.

Eine längere kreative künstlerische Pause mündete schließlich in der Motivation das Trompetenspiel professionell zu beherrschen. Eine wenig ermutigende Beratung durch einen Hochschulprofessor - "Sie könnten mal zweiter (!!) Trompeter in einem Orchester werden" - bewirkte den blitzartigen Austausch der Trompete in ein Saxophon.

Ein einjähriges autodidaktes Studium desselben, und das Bestehen der Aufnahmeprüfung am "Meistersinger-Konservatorium der Stadt Nürnberg" führten - nach vielen Workshops und Masterclasses - zu einer kurzen Stippvisite in der "Hochschule für Musik Würzburg" (ein Monat, zwei Unterrichtseinheiten; "Ich kann Ihnen leider nichts mehr beibringen"), die mit dem Ablegen einer glanzvollen Diplomprüfung als Saxophonist endete.

Dass der Rektor des Meistersinger-Konservatoriums in Nürnberg sofort die erste "Klasse für Klassisches Saxophon" in Deutschland einrichtete und oben Genannten als Dozenten verpflichtete, führte bei diesem zu Wohlstand und bei seinen Studenten (damals!) zu großem Leid.

Als kleiner, aber nicht unerheblicher stilistischer Umweg können die internationalen Auftritte (ca. 80 Konzerte im Jahr; drei LPs) als Lautenist, Drehleierer und Tonerzeuger auf historischen Blasinstrumenten in einem Ensemble für Alte Musik bezeichnet werden, die den Saxophonisten zehn Jahre lang vom rechten Pfad abbrachten.

Nach völlig überraschenden Erfolgen als Solist (Konzertreisen durch ganz Europa und nach Übersee; Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen), Kammermusiker (Saxophon-Quartett, diverse Ensembles für zeitgenössische Musik), Vorsitzender der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Saxophonisten e. V." (1982 - 2009) und Pädagoge (Professor für klassisches Saxophon, Literaturkunde und Fachmethodik, Mitglied des Senats und stellvertretender Vorsitzender des Hochschulrates an der "Hochschule für Musik Nürnberg" und neuerdings auch als Zauberkünstler), kam es zum Zusammentreffen mit den drei anderen Verrückten von fiasco classico. Wo und wie erfahren sie hier:

Zukunft: wahrscheinlich Genickbruch oder zumindest Bandscheibenvorfall während eines Bühnenauftrittes mit diesem Ensemble.

 

 

Dirk Eidner


In Sachsen geboren!!!!???

Erste musikalische Studien auf der klassisch gepeinigten "flute a bec" führten später folgerichtig zu der Hinwendung zur klassischen Querflötelei.

Das Studium der klassischen, signalgebenden Instrumente an den Lokomotiven der Deutschen Bahn führte folgerichtig zum klassischen Saxophon.

Aufgrund der damals noch sehr fragmentarischen saxophonistischen Möglichkeiten, wurde eine musikalisch kongenial umgesetzte "ad hoc"-Interpretation der mit "Fragment 1-12" betitelten Werke einer Galerie-Vernissage mit vehementer Begeisterung aufgenommen.

Nach bürgermeisterlichem Ermahnungsschreiben Mitte der 90er Jahre Umzug ins Nürnberger Exil, um der Ordnungsgeldandrohung infolge angeblicher Übezeitüberschreitung zu entkommen.

Erfolgreicher Eintritt und diplomierter Austritt in die (aus der) "Hochschule für Musik Nürnberg"

Erste Konzerterfahrungen im fränkischen Raum - "Des wor ned nur gschbild (gespielt), des wor Gunst (Kunst)!" (von einem Zuhörer geäußert, nach dem Vortrag eines Avantgarde-Werkes) - lassen geschmeichelte Gefühle aufkommen. Die Erkenntnis, dass der "klassische" Franke Kunst (Gunst) für etwas eher Unverständliches hält, verschwinden diese Gefühle wieder.

Der latent vorhandene musikalische Erneuerungswille führt zur Gründung des ersten Fußgängerzohnenindianersaxophonorchesters. Dieses - seiner Zeit weit voraus gewesene Projekt - wird von einem Großteil der Passanten als angeblich -unauthentisch" gebrandmarkt.

Das Auftrittsverbot - nach einer überaus gelungenen Interpretation von "Guantanamera" vor dem Schaufenster eines namhaften Modehauses - durch den angeblich kunstsinnigen Geschäftsführer, führt zur Auflösung des Ensembles und zu einer ernsthaften Schaffenskrise.

Nichts desto trotz bringt der Einsatz gegen die Umbenennung des Saxophons in "Saxofon" große Unterstützung durch bekannte Autoren - und durch den Chefredakteur einer klassischen deutschen Qualitätszeitung - und die Rechtschreibreform erheblich ins Wanken.

Trotz des Auswechselns des heimatlichen Bürgermeisters Verbleib in Nürnberg, dank eines denkwürdigen Zusammentreffens. Mehr darüber erfahren sie hier:

 

 

Andreas Baur


Obwohl die Eltern instrumental so versiert waren wie zwei Ostereier zur Weihnachtszeit, erweckten die im zarten Grundschulalter betriebenen Studien der "flute a bec" zumindest die finanzielle Spendierfreude der Verwandtschaft: "Wenn du jetzt aufhörst mir was vorzuspielen, bekommst du 50 Pfennige"

Das heiß ersehnte Spiel auf der Trompete verhinderten ein hervorstehender Zahn und die damit verbundene Zahnspange. Die fiktive Trompete und die leider sehr reale "flute a bec" wurden im Alter von zehn Jahren durch ein großes, langes Instrument - die Klarinette - ersetzt.

Obwohl das Engagement auf der "Schwarzwurzel" - wie die Klarinette liebevoll im Allgäu genannt wird - bei diversen Blasmusikdirigenten sehr geschätzt war, führte die im Alter von 16 Jahren doch noch überraschend einsetzende Pubertät und die in diesem Zusammenhang zwingend notwendig gewordenen männlichen Balzrituale zum Kauf eines golden glänzenden Saxophons.

Vier Jahre später erfreuten der Klang seiner Klarinette, seines Saxophons, seines Schlagzeugs, seines Dudelsacks, seines Didgeridoos, seines E-Basses und seiner Trompete (die Zahnspange war schon seit Jahren Legende!) die Ohren der Fans einer jungen, aufstrebenden 6-köpfigen Alpen-Rock, - Pop, - Crossover, -Volksmusikband.

Aufregende Zeiten auf, vor und hinter sämtlichen TV-Volksmusikbühnen (von Carolin Reiber über Marianne & Michael bis hin zu Karl Moik) belohnten das intensive Bemühen um die Musik.

Mitten in dieser turbulenten Zeit versehentliches Bestehen der Eignungsprüfung für ein Studium als Instrumentalpädagoge mit dem Hauptfach Saxophon an der "Hochschule für Musik Nürnberg".

Acht - für den Hauptfachdozenten - harte Semester führten zum Erwerb des angestrebten Diploms.

Als eine innere Stimme sagte: "Mein Freund, jetzt beginnt der Ernst des Lebens" Ende der Bierzeltmuckerei, Trennung von der geliebten Allgäuer Band und Umzug in die fränkische Hauptstadt.

Das Treffen mit den anderen Dreien geschah folgenderrmaßen:

 

 

guenter
dirk
andi
heymo
rot

Günter Priesner

Sopransaxophon
gelb

Dirk Eidner

Altsaxophon
gruen

Andreas Baur

Tenorsaxophon
blau

Heymo Hirschmann

Baritonsaxophon